[Abbruch] Die Klinge des Waldes von Royce Buckingham

[Abbruch] Die Klinge des Waldes von Royce Buckingham

|Werbung| „Die Klinge des Waldes“ wurde mir durch den Blanvalet Verlag über das Bloggerportal als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Leider konnte mich das Buch so wenig begeistern, dass ich es nach 300 Seiten abgebrochen habe.

 

Die Klinge des Waldes

Von Royce Buchkingham

Inhalt:

Als naive Prinzessin wurde sie verstoßen, als starke selbstbewusste Frau kehrt sie zurück.

Als Thronerbinnen des Waldkönigreichs Strata führen Flora und ihre ältere Schwester Amora ein behütetes Leben. Doch dann trifft Flora aus Liebe zu ihrer Schwester eine fatale Entscheidung, mit schrecklichen Konsequenzen. Sie wird von ihrem eigenen Vater verbannt und sieht sich plötzlich mit der wirklichen Welt, außerhalb des Palastes, konfrontiert. Von ihrer letzten Vertrauten verraten, ist Flora dem Tode nahe und endgültig auf sich gestellt. Doch sie ist nicht bereit aufzugeben. Flora kämpft und überlebt. Aus dem naiven Mädchen wird eine starke junge Frau, die bereit ist zu kämpfen, um die zu retten, die sie liebt …

Bild- und Textquelle: Blanvalet Verlag/Randomhouse


Bibliografie

 

Erschienen: 22. Oktober 2018

Verlag: Blanvalet

Seiten: 704

Preis: Klappenbroschur 16,00€

ISBN: 978-3-7341-6171-1

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Meine Meinung:

 

Was habe ich mich auf „Die Klinge des Waldes“ gefreut. Seit Monaten warte ich auf dieses Buch und als es kam, habe ich es auch direkt mit meinem Lesezwilling gemeinsam begonnen. Leider waren wir uns ziemlich schnell einig, dass das Buch für uns zu einem Flop wird und nach 300 Seiten mussten wir beide eine Pause einlegen, weil uns das Buch nicht weniger interessieren könnte und einfach nur aufregte.

Fangen wir aber mal von vorne an. Ich muss sagen, der Schreibstil von Royce Buckingham ist sehr angenehm und einfach zu lesen, auch wenn der Einstieg in das Buch nicht leicht fiel. Ich musste mich erst an die Welt gewöhnen, aber für meinen Geschmack hat der Autor alles sehr gut und bildlich beschrieben, so dass ich mich schnell zurechtfand. Zumindest zum Teil. Denn das Buch ist in zwei Handlungsstränge unterteilt: einmal Floras Geschichte und einmal die Gegebenheiten in der Stadt Schmutz. Und gerade der zweite Strang machte es mir schwer. Damit zurecht kam ich nie, weil es einfach unmöglich viele Namen und Charaktere gab. Aneinandergereihte Beschreibungen, die ich mir nicht merken konnte und Handlungen, die mich nicht interessierten. Von Beginn an habe ich den zweiten Handlungsstrang nur quer gelesen, weil ich damit gar nicht klar kam, das war mir alles zu wirr geschrieben und viel zu viel unnötige Handlung ausgeschmückt.

Ich orientierte mich am Haupthandlungsstrang, aber der konnte mich leider auch nicht begeistern. Ich habe eine Geschichte über eine naive Prinzessin erwartet, die zu einer gefürchteten und starken Assassinin wird. Bekommen habe ich das für meinen Geschmack allerdings nicht.

Naiv ist Flora und wie, das hat der Autor perfekt umgesetzt. Ich wurde einfach nicht warm mit ihr. Sie ist nicht nur naiv, sie ist auch unheimlich arrogant, besserwisserisch, abgehoben in ihrer adligen Welt und vollkommen von sich überzeugt. Ich war so genervt von ihr.

Was für mich aber der Geschichte ein Ende setzte, war nicht nur, dass für mich Flora ein unmöglicher Charakter war, es kam immer wieder zu Erfolgshandlungen ihrerseits, die für mich überhaupt nicht nachvollziehbar oder glaubwürdig waren. Ich saß dann immer nur da und dachte mir: „Klar, das glaub ich jetzt auch noch.“ Ich verlor wirklich die Lust am Lesen.

Aber wir waren tapfer und haben einen weiteren Abschnitt gelesen, denn der Buchabschnitt versprach endlich eine Assassinin aus Flora zu machen. Naja, ich habe sehr genaue Vorstellungen, was Assassinen leisten und vollbringen. Flora ist für mich keine, auch wenn sie durch Zufall immer mal wieder jemanden tötet. Respekt, Ausdauer, Disziplin findet man bei ihr nicht, nur Arroganz. Ich konnte einfach nicht mehr.

Nachdem wir das Buch dann einige Tage zur Seite gelegt haben um danach weiter zu lesen, habe ich für mich beschlossen, dass ich dem Buch ein Ende setzen werde. Ich habe keinerlei Interesse daran zu erfahren, wie Flora die Welt rettet, obwohl ich mir das Ende sehr genau vorstellen kann. Und da hat es für mich keinen Sinn, mich durch das Buch zu quälen und immer wieder genervt die Augen zu verdrehen. Nach 300 Seiten war es mit „Die Klinge des Waldes“ für mich vorbei und ich kann es wirklich nicht empfehlen, denn für mich floppte es.

Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass Leser, die nicht regelmäßig in der High Fantasy unterwegs sind, ihre Freude an dem Buch haben könnten. Allerdings würde ich auf jeden Fall zu einer Leseprobe raten. Hier bekommt man schon einen recht guten Einblick.

 

Und wie immer entfällt eine abschließende Wertung, da ich „Die Klinge des Waldes“ nicht beendet habe und es mich ja vielleicht noch auf den nächsten 400 Seiten voll überzeugt hätte. Für mich waren die ersten 300 Seiten allerdings so unglaubwürdig, oberflächlich und nervenaufreibend, dass ich keine Lust mehr habe, das zu erfahren.

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