[Rezension] Meine beste Bitch von Nataly Elisabeth Savina

[Rezension] Meine beste Bitch von Nataly Elisabeth Savina

|Werbung| Meine beste Bitch von Nataly Elisabeth Savina wurde mir vom Fischer Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Und es ist wirklich ein ganz außergewöhnliches Werk.

 

Meine beste Bitch

Von Nataly Elisabeth Savina

Inhalt:

„Manchmal schaffen es Menschen, einen anzuziehen wie ein schwarzes Loch.“

Faina hat das Abi hinter sich. Endlich weg aus der miefigen Kleinstadt, fort von der analytischen Psychiaterin-Mutter, die alles zu durchschauen scheint. Endlich nach Berlin, wo alles so flatterhaft, kirschsaft-flirty und funky-glitzernd ist. Das Studium an der Kunsthochschule kann warten. Faina stürzt sich in die Großstadt: Freiheit, Nachtleben, Kultur und hemmungslose Liebe. Denn da ist Julian. Der angehende Performancekünstler, der so aufregend anders ist, mit dem alles so intensiv ist, dem Faina verfällt. Sie ist wie in Trance. Und dann der Schock: Julian verliebt sich in ihre beste Freundin Nike und verrät ihre Verbindung. Rasend vor Wut und Enttäuschung verwüstet Faina Julians Wohnung und tilgt die beiden wichtigsten Menschen aus ihrem Leben. Doch dann geschieht ein Unfall, der ihre Beziehung unter neue Vorzeichen stellt.

Bild- und Textquelle: Fischer Verlage


Bibliografie:

 

Erschienen: 26. September 2018

Verlag: Fischer

Seiten: 288

Preis: Hardcover, Die Bücher mit dem blauen Band 16,00€

ISBN: 978-3-7373-4139-4

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Weitere Informationen zu Meine beste Bitch direkt bei den Fischer Verlagen oder Amazon.de


Meine Meinung:

 

Auf Meine beste Bitch war ich echt gespannt, denn der Klappentext klang schon so außergewöhnlich und ich wollte mal wieder in eine reale Geschichte eintauchen.

Ich habe das Buch auch innerhalb weniger Stunden verschlungen, weil ich mich komplett in dieser einzigartigen Geschichte verlor. Allerdings bin ich jetzt auch ehrlich überfordert, was ich euch zu diesem Buch erzähle. Denn es ist mit nichts vergleichbar, was ich bisher gelesen habe.

Hat es mir gefallen? Ja, das kann ich sagen. Das Lesen war wie ein Sog. Ich wurde immer weiter in die Welt von Faina gezogen und erlebte ihre Krisen, Freunden und Zwistigkeiten hautnah. Ungeschönt. Echt.

Die Autorin lässt uns am Leben der Prota Faina teilhaben, die nicht ganz „der Norm“ entspricht. Faina leidet unter Angststörungen, ist eher depressiv – wie die gesamte Stimmung im Buch – und weiß nicht so wirklich etwas mit ihrem Leben anzufangen. Ihr Lichtblick ist allerdings ihre beste Bitch, also ihre beste Freundin Nike. Das genaue Gegenteil von ihr: lebensfroh, bunt, laut und mit klaren Zielen im Leben.

Und genau wie der Titel verspricht wird in diesem Buch absolut nichts beschönigt. Es ist als würden wir Fainas Tagebuch lesen oder sie in einer Real Life Doku begleiten. Dazu ist auch der Aufbau und der Schreibstil angepasst. Im Grunde ist da Buch ziemlich wirr und dennoch komplett klar. Wir verfolgen Fainas Gedankengänge und ihr Leben wie sie es empfindet. Ich kann das gar nicht richtig beschreiben, aber es wirkte absolut authentisch und real. Es zog mich in meiner Stimmung immer tiefer und ich konnte die Verzweiflung zwischendurch selbst in mir nachfühlen.

Denn Fainas Leben ist nicht rosig. Sie erfüllt sich den Traum und zieht nach Berlin um ihren Sinn im Leben zu finden. Und hier wird es auch skurril. Das ist Berlin. So stelle ich mir das wirklich vor ohne jemals dort gelebt zu haben. Hier findet sie was sie immer gesucht hatte und verliert gleichzeitig alles was sie bisher hatte. Und selbst hier habe ich Faina und der Autorin jedes einzelne Wort geglaubt, es ist wirklich absolut der Wahnsinn, wie echt dieses Buch ist. An manchen Stellen ist es vielleicht etwas drüber, in meinen Augen, aber auch genau das lässt es wieder real wirken. „Meine beste Bitch“ macht mich wirklich etwas sprachlos. Es ist etwas ganz Besonderes. Frisch und spritzig, aber auch düster und ehrlich. Wie das Leben selbst.

Mein Fazit:

In „Meine beste Bitch“ erleben wir hautnah eine Freundschaft zweier gegensätzlicher Menschen, die einander alles bedeuten: Faina und Nike. Beste Freunde seit Jahren. Dann ist allerdings der Schulabschluss geschafft und das selbstständige Leben beginnt. Faina zeigt uns wie das auf eigenen Beinen stehen mehr oder weniger gelingt und was die Entwicklung für eine Freundschaft bedeutet. Und hier ist absolut nichts Künstliches an dieser Geschichte. Sie ist sprachgewaltig, direkt und ehrlich. Ich habe jedes einzelne Wort geglaubt und fand es unheimlich authentisch. Dieses Buch ist das Leben!

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