[Rezension] Norra Latin von Sara B. Elfgren

[Rezension] Norra Latin von Sara B. Elfgren

Norra Latin habe ich dank der Netzwerk Agentur Bookmark vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten.

 

Norra Latin – Die Schule der Träume

Von Sara B. Elfgren

Inhalt:

Tamar und Clea haben die Aufnahmeprüfung der renommierten Stockholmer Schauspielschule Norra Latin bestanden. Die beiden sind grundverschieden, doch sie verbindet der Traum von einer Schauspielkarriere. Aber dass der Schulalltag so aufregend wird, hätten sie nie gedacht. Denn es gibt Gerüchte über eine Tragödie, die sich dort vor Jahrzehnten ereignet hat. Was ist damals bei einer Shakespeare-Aufführung passiert? Und wer ist der mysteriöse »Schatten« von Norra Latin? Je tiefer Tamar und Clea in die Vergangenheit eintauchen, desto größer scheint das Rätsel zu werden – und die Gefahr.

Bild- und Textquelle: Arctis Verlag


Eckdaten:

 

Erschienen: 31. August 2018

Verlag: Arctis Verlag

Seiten: 640

Preis: Hardcover 18,00€, EBook 13,99€

ISBN:     978-3-03880-017-0

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

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Meine Meinung:

 

Da ich schon einige Bücher aus dem Arctis Verlag gelesen habe und immer begeistert war, musste ich auch unbedingt Norra Latin lesen. Der Inhalt klang doch einfach zu gut und geheimnisvoll. Als es ankam, stürzte ich mich auch sofort darauf und war zunächst begeistert.

Sara B. Elfgren lässt ihre Geschichte an einem real existierenden Ort in Stockholm spielen, was ich schon unheimlich spannend fand. Dazu hat sie einen genialen bildlichen Schreibstil, der mich alles wirklich sehen ließ. Und dazu ist er noch so leicht zu lesen und düster angehaucht, dass ich erst gar nicht mehr aufhören wollte zu lesen.

Das Buch beginnt auch richtig vielversprechend: Polizeieinsatz, Sirenen, eine Tragödie an einer Schule in Stockholm, der Norra Latin, und dann lernen wir Clea kennen, die anfängt die Geschichte von Beginn an zu erzählen. Mit dem ersten Tag an Norra Latin. Dazu kommt die zweite Sichtweise von Tamar, die zeitgleich mit Clea ihre Ausbildung am Theaterzweig dieser Schule beginnt, hinzu. Wir erleben aus der Ich-Erzählweise beide Charaktere und ihr Umfeld. Clea, das It-Girl und bekannte TV-Star und ihr Freund seit Kindestagen Tim, der Sohn des berühmten Schauspielers Jack Helander. Daneben Tamar, deren größter Traum es ist, Theater zu spielen und sich einen langersehnten Wunsch erfüllt hat, diesen in der Großstadt umzusetzen.

Ich muss es leider sagen, ich verlor nach knapp 150 Seiten das Interesse am Buch und musste es erst einmal weglegen. Es passierte nichts. Wir tingeln durch den Schulalltag, erleben wie Tamar in Isolation gerät und Clea aufblüht. Hin und wieder wird die alte Legende von Erling Jensen eingestreut, die echt interessant ist, aber es sind immer nur kleine Andeutungen und ich war einfach nur maßlos enttäuscht, da Norra Latin ja auch als DAS Jugendbuch angepriesen wurde. Ich langweilte mich und das Buch musste erstmal pausieren.

Ein paar Bücher später, griff ich nochmals zu Norra Latin und es machte klick! Ab Seite 250 gab es kein Halten mehr für mich und ich habe das Buch inhaliert. Es wurde so genial, so mysteriös und geheimnisvoll. Allerdings muss ich auch sagen, dass mir nicht alles gefiel, was ich da zu lesen bekam und vieles noch nicht so richtig verstand. Besonders gelungen und einnehmend fand ich Tamars Szenen, da bekam ich wirklich teilweise Gänsehaut beim Lesen so gruselig wurden die. Cleas Szenen fand ich teilweise sehr anstrengend, auch wenn sie meist darauf abzielten, Tim zu beleuchten, aber hier geschah meist immer dasselbe und wiederholte sich oft. Aber dennoch fand ich den Mittelteil grandios und konnte nicht genug davon bekommen.

Das Ende allerdings, das setzte mich dann auf den Boden der Tatsachen zurück. Das war mir viel zu verworren und kompliziert. Personen, die bisher nur erwähnt wurden, hatten plötzlich eine tragende Rolle. Und ich kann es gar nicht richtig beschreiben, es war mir zu wirr und ich musste manche Passagen doppelt lesen um sie richtig zu verstehen. Ich war etwas ernüchtert.

Wenn ihr mich also fragt, ob ich euch das Buch empfehlen würde, würde ich euch auf die Leseprobe verweisen. Stellenweise ist Norra Latin richtig genial. Schön düster, brutal, geheimnisvoll und deprimierend. Diese Gefühle werden auch perfekt von der Autorin transportiert. Dann gibt es aber auch so viele Längen in dem Buch, die schon etwas an den Nerven zerren. Ich bin wirklich zwiegespalten bei dem Buch und kann es nicht richtig einschätzen.

Positiv erwähnen muss ich allerdings, dass es die Autorin geschickt versteht, Homosexualität einfließen zu lassen und es darzustellen, als sei es noch nie ein Problem gewesen. Sie zeigt eine vorbildlich lockere Gesellschaft auf. Allerdings ist sie mir auch teilweise zu locker, denn die Charaktere sind alle zwischen 15 und 17 Jahren und haben einen enormen Alkohol- und Drogenkonsum. Des Öfteren hatte ich den Eindruck, dass die Charaktere deutlich älter sind und musste mich an ihr wahres Alter erinnern.

Bei Norra Latin muss jeder selbst entscheiden, ob er zu dem Buch greifen möchte oder nicht. Ich kann keine klare Empfehlung geben.

 

Mein Fazit:

 

Norra Latin von Sara B Elfgren machte es mir nicht leicht. Ich habe das Buch zwischendurch weggelegt, weil ich ganz andere Erwartungen an das Buch hatte und eher gelangweilt wurde. Beim zweiten Versuch bin ich dem Buch zunächst verfallen. Es wurde geheimnisvoll, düster, spannend und auch magisch, aber das Ende konnte bei mir wieder nicht punkten. Hier war alles zu verworren und kompliziert, dass ich manche Passagen mehrfach lesen musste. Norra Latin lässt mich zwiegespalten zurück. Stellenweise fand ich das Buch richtig klasse und kam nicht davon los und stellenweise war es mir so sehr in die Länge gezogen, dass ich anfing mich zu langweilen. Ich kann hier leider keine klare Leseempfehlung geben.

(3 von 5 Sternen auf den gängigen Portalen)

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