[Rezension] “Auch der Mond wirft Schatten” von Alina Sawallisch

[Rezension] “Auch der Mond wirft Schatten” von Alina Sawallisch

Heute habe ich wieder ein Debut für euch aus einem kleineren Verlag, der mich vor allem durch besondere Geschichten abseits des Mainstreams überzeugt. Auch Alina Sawallisch ist eine bezaubernde düstere Geschichte gelungen, die mir trotz kleiner Schwächen sehr gefallen hat, aber lest selbst.

 

Auch der Mond wirft Schatten

Von Alina Sawallisch

Inhalt:

Als Teenager hat man es nicht leicht – Mena ist genervt von den Mitschülern, den Lehrern, und von ihrer Mutter sowieso!

Als jedoch in das Haus neben ihnen eine neue Familie einzieht, wird sie völlig aus der Bahn geworfen: Ben, der Sohn des neuen Nachbarn, übt eine große Anziehungskraft auf Mena aus, obwohl sie schnell ahnt, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Außerdem plagen sie plötzlich Nacht für Nacht Alpträume, die ihr immer mehr die Energie rauben – bis sie eines Nachts ins Bodenlose fällt. Als ihr endlich klar wird, dass sie zum Opfer eines uralten Dämonenwesens geworden ist, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.

Wird es ihr gelingen, sich aus den Fängen des Dämons zu befreien? Und – welche Rolle spielt der attraktive Ben in dieser gefährlichen Lage?

Bild- und Textquelle: Schwarzer Drachen Verlag


Eckdaten:

 

Erschienen: 01. Juni 2018

Verlag: Schwarzer Drachen Verlag

(Vielen lieben Dank für das Rezensionsexemplar)

Seiten: 320

Preis: Taschenbuch 14,90€, EBook 6,99€

ISBN: 978-3964080004

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Weitere Informationen zum Buch:

Direkt beim Verlag 

Bei Amazon.de


Meine Meinung:

Als ich dieses traumhafte Cover zu „Auch der Mond wirft Schatten“ von Alina Sawallisch gesehen hatte, war es um mich geschehen. Und dann stand im Klappentext auch noch Dämonenwesen, da stand für mich fest, dass ich es lesen muss. Ich habe das auch innerhalb eines Tages getan :)

Besonders positiv muss ich gleich zu Beginn die liebevolle Gestaltung des Buches erwähnen, denn das ist ein wahrer Schatz. Alina Sawallisch hat nicht nur das Cover, sondern auch die Illustrationen im Buch selbst gezeichnet. Diese sind nicht nur wunderschön, sie zieren auch jeden einzelnen Kapitelanfang. Ein echter Blickfang.

Dass „Auch der Mond wirft Schatten“ das Debut von Alina Sawallisch ist, das sie einige Jahre begleitet hat, bevor sie es veröffentlichte, merkt man etwas, gerade zu Beginn. Als sie die Geschichte anfing, war sie 14 Jahre alt und für meinen Geschmack, hätte man gerade den Anfang nochmal überarbeiten müssen, denn damit hatte ich so meine Probleme. Der Schreibstil ist hier schon locker und leicht zu lesen, aber auch noch unausgereift und mir persönlich zwischendurch zu umgangssprachlich. Dies passt wiederum sehr gut zu der jungen Prota, aber für mich fühlte sich die saloppe Wortwahl störend an. Dies ändert sich aber im Verlauf des Buches, man kann die Entwicklung förmlich spüren und spätestens ab der Hälfte hatte mich Alina Sawallisch dermaßen in ihren Bann gezogen, dass ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Hier wirkte der Schreibstil dann auch deutlich erwachsener.

Die Geschichte selbst faszinierte mich allerdings schon von Beginn an, sie ist durchweg sehr düster und geheimnisvoll. Die 15jährige Mena ist ein klassischer Außenseiter, die sich lieber mit ihrer Musik beschäftigt als mit ihren nervigen Mitschülern. Wie der Zufall es will, scheint ein ebenso eigenbrötlerischer neuer Nachbar mit seinem Sohn Ben neben Menas Haus einzuziehen. Doch Ben wirkt von Anfang an suspekt und eigenwillig, sehr geheimnisvoll und dann beginnen auch noch diese wirren realistischen Träume. Wir fangen an mit Mena zu rätseln, was die Ursache des Ganzen ist. Schnell bemerkt sie, dass sie sich auf ein Spiel um Leben und Tod eingelassen hat. Mehr kann ich euch auch leider nicht sagen, denn das würde spoilern und ihr müsst es selbst erleben.

Von der Geschichte selbst war ich sehr angetan, sie ist wirklich sehr spannend und geheimnisvoll. Alina Sawallisch gelang es hier, den Leser mit kleinen Enthüllungen immer mehr zu ködern. Alles läuft perfekt zusammen und ist hervorragend aufeinander abgestimmt. Und auch wenn sie düster ist, wird auf Brutalität und Gewalt verzichtet, was ich sehr gut finde, denn so können sich auch jüngere Leser an die Geschichte heranwagen, die sicherlich auch weniger Probleme mit der Prota haben wie ich.

Denn ja, ich fand Mena nervig, aber das habe ich oben schon erwähnt, das liegt an ihrer saloppen Art und dass sie doch zwischendurch sehr kindisch und naiv wirkt. Aber auch sie macht sich im Verlauf der Geschichte. Besser gelungen fand ich hier tatsächlich die neue Nachbarsfamilie, die auch eine nicht minder wichtige Rolle in der Geschichte spielen.

Dennoch konnte mich die Geschichte überzeugen und ich freue mich total auf die Fortsetzung.

 

Mein Fazit:

Mit „Auch der Mond wirft Schatten“ ist Alina Sawallisch ein Debut gelungen, das vor allem durch die geheimnisvolle und düstere Geschichte bei mir punkten konnte. Man merkt dem Buch noch etwas die Unerfahrenheit an, kann aber die Entwicklung im Verlauf der Geschichte deutlich sehen, so dass ich es nicht als störend empfinde. Mich konnte vor allem das Geheimnisvolle und der rote Faden in der Geschichte überzeugen, weshalb ich euch dieses Schmuckstück auch ans Herz legen kann.

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