[Rezension] Das Geheimnis von Silent Rose von Isabell Schmitt-Egner

[Rezension] Das Geheimnis von Silent Rose von Isabell Schmitt-Egner

|Werbung| Das Geheimnis von Silent Rose wurde mir über NetGalley als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Heute ist es leider wieder soweit, ich habe ein Buch beendet, das sehr vielversprechend anfing, mich dann aber immer weniger begeistern konnte bis ich am Ende einfach nur noch gelangweilt war. Allerdings möchte ich das ja auch begründen und das geht dieses Mal leider nur mit Spoiler, also ACHTUNG. Diese Rezension bitte nur lesen, wenn euch Spoiler nichts ausmachen oder ihr es sowieso nicht auf der Liste habt.

 

Das Geheimnis von Silent Rose

Von Isabell Schmitt- Egner

Inhalt:

**Die Schattenseiten der High Society…**

Als die millionenschwere Erbin Nina zum High-Society-Sanatorium Silent Rose gebracht wird, stehen ihre Chancen auf ein langes Leben nicht besonders gut. Unter Adligen und It-Girls soll sie mitten im Nirgendwo zur Ruhe kommen und ihre Herzkrankheit auskurieren. Was sie tatsächlich vorfindet, ist gähnende Langeweile, und dazwischen Henry, einen echten Prinzen, dessen Lebensenergie zu ihrem Lichtblick wird. Doch dann erschüttert ein tödlicher Unfall das Sanatorium und stellt alles an diesem Ort schlagartig infrage. Was verbirgt Silent Rose? Und warum ist Nina wirklich hier?

Bild- und Textquelle: Carlsen Impress


Eckdaten:

Erschienen: 03. Mai 2018

Verlag: Carlsen Impress

Seiten: 409

Preis: EBook 3,99€

ISBN:     978-3-646-60439-9

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Weitere Informationen zum Buch: Direkt bei Carlsen oder bei Amazon.de


Meine Meinung:

**ACHTUNG** **Rezension enthält Spoiler zur genauen Begründung**

Schon als ich „Das Geheimnis von Silent Rose“ von Isabell Schmitt-Egner in der Carlsen Preview gesehen habe, wusste ich, dass ich es lesen muss, denn ich mag die Bücher der Autorin einfach. Als dann die ersten begeisterten Stimmen auftauchten, gab es für mich kein Halten mehr und ich begann sofort damit. Ich muss auch sagen, für seine 400 Seiten ist es ein recht kurzweiliges Buch, das man richtig schnell gelesen hat. Ich umso schneller, denn gegen Ende habe ich einfach nur noch überblättert, weil ich es nicht mehr lesen wollte, aber das erkläre ich euch gleich.

Der Schreibstil von Isabell Schmitt-Egner ist wieder gewohnt sehr angenehm und leicht zu lesen, schön spritzig und umgangssprachlich, aber ich muss sagen, dass er mir dieses Mal teilweise sogar zu salopp war. Und was ich gar nicht mag sind englische Redewendungen in deutschen Büchern, das stört mich irgendwie immer (Beispiel: Face the fact). Aber das ist ja Geschmacksache.

„Das Geheimnis von Silent Rose“ begann auch richtig vielversprechend, ich wurde sofort in den Bann der Geschichte gezogen und wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Es war spannend und sehr geheimnisvoll, absolut genial. Die Protagonistin Nina wird in das Sanatorium Silent Rose eingewiesen um ihre Herzkrankheit auszukurieren. Silent Rose ist quasi eine Heilanstalt für millionenschwere Erben und It-Girls. Doch schnell wird Nina klar, dass irgendetwas an diesem Sanatorium nicht stimmt und zusammen mit dem Prinzregenten Henry und dem „Psycho“ Steven kommt sie dem Geheimnis immer näher. Und ich muss sagen, bis hierhin ist das Buch richtig klasse, ich war absolut begeistert. Doch dann wurde das Geheimnis um das Sanatorium bereits knapp vor der Hälfte gelüftet und ich fragte mich schon, was denn noch im Rest des Buches passieren würde.

UND ACHTUNG: ab jetzt muss ich leider spoilern, aber ich versuche es so knapp wie möglich zu halten.

Das Geheimnis ist gelüftet und die Flucht beginnt. Allerdings hat das Buch mit dem Beginn der Flucht absolut seinen Reiz für mich verloren. Am Anfang war es noch spannend, da ich ja wissen wollte, ob sie wirklich von Silent Rose fliehen konnte, aber ab einem gewissen Zeitpunkt wurde es mir zu fad und langweilig. Muss ich wirklich ein halbes Buch lang erzählen, wie man durch einen Nationalpark flieht inklusive Survival Tipps? Dass da natürlich immer wieder Zwischenfälle passieren, machte es nicht besser, denn das Ende war für mich ab diesem Zeitpunkt absolut vorhersehbar, die Spannung raus und ich fand es nur noch langweilig. Mir ging dann auch alles zu schnell, Probleme wurden viel zu einfach gelöst und teilweise auf recht unglaubwürdige Art und Weise. Ich lese ja recht gerne rasante Thriller, aber ein halbes Buch in derselben Szenerie und sich immer wiederholende Gefahren, da bin ich raus.  Das Buch hatte für mich seinen kompletten Reiz verloren und ich fing an zu überblättern ob denn noch etwas passiert. Naja, nichts was ich mir nicht schon denken konnte.

Ich war absolut enttäuscht und so genervt, dass diese Geschichte auch durch den genialen Anfang leider überhaupt nicht punkten konnte, denn ich hätte viel lieber mehr über das Sanatorium selbst und die Hintergründe dort erfahren, als wie ich im Wald überleben kann.

Was ich auch nicht so mochte waren die Charaktere selbst. Irgendwie wurde ich mit ihnen nicht so ganz warm, auch wenn mir gerade das Dreiergespann doch sympathisch war. Allerdings machten sie es mir teilweise auch recht schwer, wenn sie mal wieder vor sich hin bockten oder jammerten. Das machte sie doch etwas nervig und war mir teilweise zu viel des Guten. Mir fehlte etwas das Mitfiebern, das dadurch nicht entstehen konnte.

Für meinen persönlichen Geschmack muss ich sagen, wenn das Buch nur halb so lang gewesen wäre, wäre ich echt begeistert, denn die Grundidee und der Anfang sind echt genial. Nur dreht sich mir eben alles zu lange um die Flucht, die mir zu unspektakulär, zu langweilig und zu vorhersehbar ist.  Deswegen gibt es von mir auch leider keine Leseempfehlung.

 

Mein Fazit:

„Das Geheimnis von Silent Rose“ von Isabell Schmitt-Egner kann bei mir mit einem absolut spannenden und geheimnisvollen Anfang punkten. Allerdings flacht das Buch für mich genauso schnell wieder ab und tritt über die Hälfte auf der Stelle, weshalb ich einfach nur gelangweilt wurde und den Spaß am Buch verlor. Auch der Schreibstil war mir teilweise schon zu salopp, so dass dies mehr eine nette Geschichte wurde, die ich leider nicht empfehlen kann. Ab der Hälfte hat das Buch für mich jeglichen Reiz verloren, was ich sehr schade fand, denn der Anfang ist echt top.

 

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