[Rezension] Die Schwarze Zauberin von Laurie Forest

[Rezension] Die Schwarze Zauberin von Laurie Forest

|Werbung| Die schwarze Zauberin wurde mir durch Harper Collins als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Endlich habe ich „Die Schwarze Zauberin“ beendet und bin doch tieftraurig darüber, denn im Nachhinein hat mich dieses Buch sehr beeindruckt und auch wenn ich einige Kritikpunkte habe, kann ich nur sagen, dass ihr euch dieses Werk nicht entgehen lassen solltet, denn es reicht knapp an ein Highlight heran.

 

Die Schwarze Zauberin

Von Laurie Forest

Inhalt:

Die 17-jährige Gardenierin Elloren ist die Enkelin der schwarzen Zauberin, der letzten großen Hexe ihres Volkes. Obwohl sie ihr sehr ähnlich sieht, spürt sie keine magischen Kräfte in sich. Ein Traum wird wahr, als sie dennoch auf die berühmte magische Universität gehen und das Handwerk der Apothekerin erlernen darf. Doch dort lernen auch Elben, gestaltwandelnde Lykaner und geflügelte Icarale – die Erzfeinde der Gardenier. Und als das Böse aufzieht, bleibt Elloren keine andere Wahl, als ausgerechnet denjenigen zu vertrauen, die sie für die schlimmsten Verräter gehalten hat.

Bild- und Textquelle: Harper Collins


Eckdaten:

Erschienen: 05.03.2018

Verlag: Harper Collins

Seiten: 560

Preis: Hardcover 18,00€, EBook 14,99€

ISBN: 978-3959671699

Weitere Informationen zum Buch: Direkt bei Harper Collins  oder bei Amazon.de


Meine Meinung:

 

Als ich dieses Buch zum ersten Mal gesehen habe, war es schon alleine wegen dem Cover um mich geschehen. Aber der Klappentext überzeugte mich dann vollends, so dass ich gar keine Wahl hatte und es lesen musste. Es lag dann allerdings eine Weile, weil ich doch so einige kritische Stimmen zum Buch gehört hatte, aber ich wurde immer neugieriger und habe mich herangetraut. Ich brauchte relativ lange um dieses Buch zu beenden, denn es hat seine Längen, doch dazu nachher mehr. Ich war während dem Lesen auch recht zweigespalten, was ich von dem Buch halten soll, legte es immer öfter weg, konnte aber nie lange widerstehen, denn es hat einfach eine magische Sogwirkung. Im Nachhinein kann ich einfach nur sagen: diese Geschichte ist der absolute Hammer, denn so etwas in der Art habe ich noch nie gelesen und es wird mir nachhaltig im Kopf bleiben.

Doch beginnen wir von vorne: Laurie Forest hat einen unheimlich leichten und sehr bildhaften Schreibstil, was das Buch eigentlich locker von der Hand gehen lässt. Was man nicht sofort merkt, sie nimmt dich gefangen, die Geschichte hängt sich in deinen Kopf fest und lässt dich nicht mehr los. Was für mich allerdings ein Manko während des Lesens war, durch diese sehr detailreichen Schilderungen geht einiges an Spannung dahin und es entstehen Längen. Diese sind keinesfalls langweilig, ich wollte das Buch nie abbrechen, aber dennoch zieht es sich etwas. Es hat mich etwas gestört beim Lesen, das gebe ich offen zu, aber im Nachhinein muss ich sagen, war das alles nötig. Klar, man hätte es etwas spannender gestalten können, aber diese tiefen Eindrücke in die Welten und Wesen waren absolut notwendig um hinter die Komplexität der Geschichte schauen zu können und die ist echt der Wahnsinn.

Wir erleben die Welt der 17jährigen Elloren Gardner, einer Gardenierin mit hervorragender Abstammung, denn ihre Großmutter war die weltberühmte Schwarze Hexe, die ihr Volk von der Unterdrückung der Celten, Icarale, Lykaner und Faes befreit hat. Übrigens alles unwürdige Rassen, die als unrein gelten und zu denen man den Kontakt scheut, so zumindest ist Elloren aufgewachsen. Deswegen war es für sie auch ein großer Schock, als sich ihr Traum erfüllte und sie die Universität besuchen durfte, wo diese unreinen Rassen integriert werden. Sie soll plötzlich mit ihnen zusammenleben, ihre gesamte Erziehung und Grundeinstellung wird erschüttert. Ist ihr Volk doch das einzig Wahre, reinblütig, gesegnet und lässt sich durch die Erzfeinde nicht mehr unterdrücken, mit denen sie plötzlich ihr Leben teilen muss. Doch wer ist eigentlich der wahre Feind?

Ich habe noch nie etwas Derartiges gelesen, denn „Die schwarze Zauberin“ ist nicht einfach nur ein episches Fantasywerk, es ist ein komplexes sozialkritisches Meisterwerk. Es beinhaltet Themen wie Mobbing, Rassenhass, Vorurteile, Sektenverhalten und vieles mehr. Es ist so tiefgründig und einprägsam, es hat mich echt tief beeindruckt.

Allen voran natürlich Elloren Gardner. Am Anfang war sie noch etwas naiv und auch rückständig durch ihr abgeschottetes Leben, das sie bei ihrem Onkel führte, aber schon voller Vorurteile und Rassenhass. Den Weg, den die Autorin für sie allerdings ausgesucht hat, ist sehr bewegend, nachhaltig beeindruckend und einfach nur atemraubend. Ich liebe Ren einfach und freue mich so unheimlich auf den nächsten Band, denn ich bin jetzt schon sicher, dass dort einfach nochmal alles getoppt wird.

Auch die anderen Wesen und Völker und die gesamte erschaffene Welt finde ich einfach nur super interessant und unheimlich faszinierend. Nach und nach tauchen wir tiefer in die Geschichte der Lykaner, der Elben und der Celten, lernen Zusammenhänge in der Geschichte erkennen und worauf diese ganzen Vorurteile beruhen. Deswegen sage ich: Ja, diese Längen im Buch sind unheimlich notwendig und wichtig, auch wenn sie im Lesefluss etwas stören, aber im Nachhinein gibt es dem Buch so eine unheimliche Tiefe, die die einzelnen Taten der Charaktere hervorhebt und man die Reichweite besser versteht.

Gespickt wird das Ganze natürlich mit einem Internatssetting, was ich unheimlich liebe. Wir nehmen am Lehrstoff teil, erleben die Geschichte der Universität und wie sie sich auf alle Rassen ausprägt. Die Freundschaften, die sich entwickeln, die Abneigungen, die Gespräche untereinander, die Händeleien, alles ist so erfrischend und unheimlich schön zu lesen.

Das Ende…ja, man kann damit leben, aber es ist so vielversprechend, dass ich am liebsten sofort weiterlesen möchte. Es sind noch so einige Fragen offen, Handlungen noch nicht ausgestanden und mein persönliches Shipping ist noch nicht erfolgt! Ich muss einfach wissen, wie es weitergeht und werde mir wohl das englische Buch vorbestellen.

 

Mein Fazit:

„Die Schwarze Zauberin“ von Laurie Forest ist kein Buch für zwischendurch. Es ist ein komplexer Fantasyepos, der nachhaltig bewegt und in Erinnerung bleibt. Auch wenn er einige Längen beinhaltet, die mich beim Lesen störten, sind diese im Nachhinein gesehen durchaus notwendig um die Tiefe der Geschichte perfekt zu transportieren. Diese Geschichte ist mit nichts vergleichbar, was ich bisher gelesen habe. Es ist Fantasy gemischt mit sozialkritischen Themen wie Rassismus, Mobbing, Schubladendenken und Sektenverhalten. Es ist einfach absolut beeindruckend und wird mir noch lange im Kopf bleiben, so dass ich gar nicht anders kann als diesem Buch 5 Sterne zu verpassen. Denn was die Autorin hier erschaffen hat, ist einfach nur der Wahnsinn und tief beeindruckend. Ich kann euch das Buch nur ans Herz legen und lasst euch von den Längen nicht abstoßen, am Ende des Buches werdet ihr verstehen, warum es diese braucht. Ich bin absolut begeistert und warte sehnsüchtig auf Band 2.

 

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