[Rezension] “Eine Krone aus Herz und Asche” von Laura Labas

[Rezension] “Eine Krone aus Herz und Asche” von Laura Labas

Heute habe ich eine Rezension für euch, die mir alle Nerven kostet! Warum? Weil ich die Autorin und ihre Bücher fangirle…weil ich mich so sehr auf dieses Finale gefreut hatte…ich hatte so hohe Erwartungen…und doch wurde das Buch zu einer Hassliebe, das mich teilweise enttäuschte. Lest, warum das so ist, aber Achtung: es handelt sich um Band 3 einer Reihe: Spoilergefahr!

Eine Krone aus Herz und Asche
Von Laura Labas

img_8898Inhalt:

»Wir werden nicht leben. Wir werden brennen und mit uns das gesamte Universum.«

Alison findet sich verletzt und gebrochen in einer anderen Welt wieder. Ein Kampf ums Überleben beginnt, in dem sie sich neue und alte Feinde gegen sie verbünden. Doch Gareths Verrat wiegt schwer und bringt sie dem Abgrund näher als jeder andere Schmerz. Sie weiß nicht mehr, wem sie noch vertrauen kann und wer ihr wahrlich zur Seite steht.
Die Umstände können nicht schlechter sein, als sie schließlich auf die Dämonengöttin trifft und mit ihr um ihr Leben feilschen muss. Ihre Zeit ist knapp, denn wenn sie nicht rechtzeitig einen Weg zurückfindet, ist die Erde dem Untergang geweiht.

Bild- und Textquelle: Drachenmond Verlag


 

Eckdaten:

Erschienen: 01. März 2018
Verlag: Drachenmond Verlag
Seiten: 452
Preis: Taschenbuch 14,90€, EBook 4,99€
ISBN: 978-3959912952
Weitere Informationen zum Buch:
Direkt beim Drachenmond Verlag
Bei Amazon.de


img_8741Meine Meinung:

Wer mich kennt, weiß ja, dass es nicht verwunderlich ist, dass ich das neue Buch von Laura Labas sofort haben musste und auch schon verschlungen habe, bin ich doch ihr kleines Fangirl. Nachdem ich die Reihe um Aly und Gareth einfach nur liebe, habe ich mich unendlich auf das Finale gefreut. Ich hatte so hohe Erwartungen, freute mich auf ein packendes Spektakel mit mehr als einem großen Knall und bekam doch etwas ganz anderes. Und zwar etwas so anderes, dass es mir wirklich schwer fällt, diese Rezension zu schreiben. Denn ich kann sagen, zum einen feiere ich dieses Buch, zum anderen bin ich doch etwas enttäuscht, so dass eine kleine Hassliebe entstanden ist, aber ich werde euch das jetzt aufdröseln.
An Lauras Schreibstil ist natürlich, wie zu erwarten, absolut nichts auszusetzen, hier schlägt das Fangirl voll ein und ich muss sagen, von der Grundstimmung finde ich diesen Teil am genialsten, er ist so düster melancholisch und bedrückend und konnte mich auf emotionaler Ebene bis auf einen Kritikpunkt vollkommen überzeugen und abholen. Dieses Buch deprimiert und reißt einen selbst in eine tiefe Krise, es ist so der Hammer. Wir erleben Aly am Ende ihrer Kräfte, gebrochen, die immer wieder versucht aufzustehen und zu ihrer Stärke zurück zu finden. Zwei Welten im Krieg. Neue Freundschaften und neue Feindschaften. Intrigen. Machtgier. Und alles komplett auf psychischer Eben. Da knie ich wirklich nieder vor meiner Queen of Writing, denn das ist einfach eine wahre Kunst, mich diese Verzweiflung durchweg spüren zu lassen! Danke dafür!
ABER:
Kommen wir zu dem Satz, den ich mich kaum traue zu schreiben, weil es mir selbst das Herz bricht: ich komme mit der Handlung nicht immer klar und war von dieser wirklich teilweise enttäuscht. Ich muss allerdings auch sagen, dass man diesen finalen Teil nicht wirklich mit den Vorgängerbänden vergleichen kann, er ist so ganz anders. Band 1 und 2 liebe ich, weshalb ich Band 3 umso weniger mag. Mir fehlt zwischendurch die Leichtigkeit zwischen Aly und Gareth, die Kappeleien, die mich Niederknien ließen, aber das verstehe ich im Gesamtbild, denn es würde nicht wirklich zu diesem Teil passen. Dennoch fehlt es mir.
Ein großes Manko was ich zu diesem Band habe, ist einfach die Handlung. Es passiert so so verdammt viel, so viele Stränge laufen zusammen, so viele wichtige Entscheidungen und doch passiert „nichts“. Nichts in dem Sinne was Action und Spannung angeht. Hier entstand die Hassliebe. Ich kann nicht sagen, dass ich das Buch nicht mag, im Gegenteil, ich fangirle es, die meiste Zeit ist es richtig richtig genial und auch Morrigan, wie genial diese Dämonenkönigin beschrieben ist, die Handlung um sie und in ihrem Reich. Ich bete Laura für diese Passagen und diesen Charakter an. Und nicht nur dafür, immer wieder haute sie einen raus, überraschte mich mit Wendungen, die ich nicht kommen sah und neuen Charakteren. Alles ist wirklich fesselnd, atemraubend und faszinierend. ABER, mir fehlt die Spannung und Action. Zwischendurch war es mir auch einfach zu viel. Diese Geschichte musste zu viele Stränge bedienen, die zusammenfließen, sich wieder trennten und wieder zusammenkamen. Ich fühlte mich teilweise echt erschlagen. Und ein ganz großes Manko: für mich wichtige Passagen wurden so schnell abgehandelt, dass ich echt enttäuscht war, dass es vorbei war, während andere in die Länge gezogen wurden. Ganz besonders gegen Ende hat es mich nicht überzeugt. Ich sage euch natürlich nicht was, aber es gibt auch zwei Todesfälle, die ich absolut lieblos abgehandelt finde..zack zack, tot, für mich eine reine Enttäuschung und das muss ich so drastisch sagen, denn beide Charaktere sind für mich nicht unwichtig und einen Tod nehme ich ihr richtig übel, also die Art und Weise, wie er gestorben ist.
Iich weiß nicht, was ihr von der Geschichte erwartet habt, ich wollte einen fulminanten Endkampf. Ja, das war er vielleicht, man bekam ihn nur am Rande mit, da es Stränge aufzulösen gab, aber den großen Knall gab es für mich nicht, ich fand es wieder etwas enttäuschend und viel zu schnell abgehandelt sowohl von Morrigans Beteiligung als auch von Alisons Seite. Ich saß echt da und dachte, das kann nicht ihr Ernst sein. Ihr versteht mittlerweile, warum dieses Buch zur Hassliebe geworden ist?!
So sehr ich es im Ganzen liebe, denn die Grundrisse haben mich komplett zufriedengestellt, fand ich für mich persönlich wichtige Stränge/Handlungen und Auflösungen viel zu schnell und plump abgehandelt, während anderes etwas in die Länge gezogen wurde.
Allerdings finde ich es dennoch der Wahnsinn, was dieses Buch auf der emotionalen Ebene mit einem abzieht, es wäre sogar noch schlimmer geworden, wenn zumindest nicht ein Tod „versaut“ worden wäre.
Ich muss sagen, für mich ist es schwer „Eine Krone aus Herz und Asche“ im direkten Vergleich zu sehen mit den ersten Bänden, denn eigentlich ist es von der Art eigenständig. Würde ich es im Gesamten der Reihe sehen, muss ich leider sagen, es passt nicht ganz dazu und ist deutlich schwächer.

 

Mein Fazit:

„Eine Krone aus Herz und Asche“ von Laura Labas konnte mich auf emotionaler Ebene absolut überzeugen und komplett mitreißen. Diese düstere Beklemmung und Verzweiflung, die perfekt auf die Handlung abgestimmt ist, war für mich deutlich spürbar und machte das Buch so zu einem Highlight. Was mein Fangirling allerdings etwas dämpft ist die Handlung selbst, die mir persönlich nicht immer zusagte. Allerdings ist das Geschmacksache, weshalb ich es nicht zu deutlich in die Bewertung einfließen lasse, denn das Buch ist der Wahnsinn, auch wenn es mich, vor allem gegen Ende, etwas enttäuscht hat. Es ist wirklich eine Hassliebe entstanden, ich feiere das Buch und teilweise nicht so sehr, aber dennoch vergebe ich 4 von 5 Sternen, weil es einfach nicht weniger verdient.

 

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5 Gedanken zu „[Rezension] “Eine Krone aus Herz und Asche” von Laura Labas

  1. Ich habe das Buch gestern beendet und fand, dass es vor allem gegen Ende alles recht schnell ging, hier hätte man das schon noch etwas besser machen können, aber ansonsten war es ein guter Abschluss :)

    Liebe Grüße, Jessi

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