[Rezension] “Ewigkeitsgefüge” von Laura Labas

[Rezension] “Ewigkeitsgefüge” von Laura Labas

Die Bücher von Laura Labas sind für mich ja immer ein Garant für absolut fesselnde, düstere und neuartige Geschichten, die man nicht mehr aus der Hand legen kann, weswegen sie mittlerweile zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen zählt. Auch dieses hier konnte mich voll überzeugen, auch wenn es anders ist als ihre bisherigen.

 

Ewigkeitsgefüge

von Laura Labas

 

Inhalt:

In Arden Creek ist nichts so, wie es scheint. Wer des Nachts durch die Straßen wandert, findet sich schon bald in der tödlichen Umarmung eines Mordenox´ wieder. Eine Kreatur, die mit ledrigen schwarzen Flügeln vom Himmel hinabstürzt und ihre Zähne in das zarte Fleisch ihrer Opfer senkt.
Lydia Prescott gehört zu einem Clan, der um diese Gefahr weiß. Als Somna ist sie dazu in der Lage, die Wandlung von Menschen zu Mordenox zu verhindern. Obwohl ihre Gabe so wichtig ist, ist sie noch nicht bereit, sie einzusetzen.
Dann aber wird ihr Clan beinahe vollständig ausgelöscht und sie muss lernen, sich selbst zu vertrauen. Gejagt von ihrem Feind und hin- und hergerissen zwischen den verschiedenen Mächten in der Stadt, kämpft sie darum, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und ihre Bestimmung zu erfüllen.
Bild- und Textquelle: Drachenmond Verlag


 

Eckdaten:

Erschienen: 18. April 2017
Verlag: Drachenmond Verlag
Seiten: 310
Preis: Softcover 12,90€, EBook 4,99€
ISBN: 978-3959912976
Weitere Informationen zum Buch:
Direkt beim Drachenmond Verlag
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Meine Meinung:

Ich gebe es offen zu, schon allein dass der Name Laura Labas auf diesem Buch steht hat dazu geführt, dass ich es haben muss, denn ich bin ein kleines Fangirl von ihr. Dazu natürlich noch dieses traumhafte Cover. Viel zu lange stand es dann als Zierde in meinem Regal, aber endlich habe ich „Ewigkeitsgefüge“ befreit und auch direkt in einem Tag verschlungen. Bei Lauras Büchern geht das bei mir gar nicht anders, sie haben so eine Sogwirkung auf mich, dass ich einfach nicht davon loskomme. So auch dieses Buch, obwohl es doch anders ist als ihre anderen, aber gerade das finde ich genial, ich werde immer wieder überrascht von ihr.
Ewigkeitsgefüge ist ein absolut atmosphärisches und sehr düsteres Buch mit einem faszinierenden Weltenaufbau, das für mich vor allem dadurch glänzt, dass es keine typischen Helden beinhaltet.

“Solange das Ewigkeitsgefüge intakt ist, wird das Gute siegen. Aber was geschieht, wenn das Ewigkeitsgefüge gestört ist?” Seite 7

Genau das erlebt Lydia, als ihr gesamter Clan durch die Mordenox ausgelöscht wird und sie als einzige lebende Somna zurückbleibt. Plötzlich kann nur noch sie die Menschheit vor dem bösen Dunklen retten. Sie, die bisher ihre Gabe nie praktisch einsetzen durfte, da sie angeblich noch nicht bereit dazu ist. Sie, die nur durch ihre Angst angetrieben, den Angriff überlebt hat. Sie, auf den es der Feind plötzlich abgesehen hat. Sie, die erfahren muss, dass der Grat zwischen Feind und Freund sehr gering sein kann. Ja, Lydia ist alles andere als eine Heldin und doch so authentisch, verschüchtert und erschüttert, dass man sie einfach nur sofort in sein Herz schließen und über ihre wahre Stärke staunen kann.
An ihrer Seite der Protector Ace mit seinem unerschütterlichen Glauben an die drei Gottheiten des Ewigkeitsgefüges, der typische Anti-Bad Boy mit absolutem Potential zum Anhimmeln und die zwei Bellatoren Tristan und Nat. Beide durch ihre Vergangenheit gezeichnet und beide herrlich erfrischend, wobei mir Nat sympathischer als Tristan war, den ich ab und an gerne geschüttelt hätte. Für mich ein absolutes Traumquartett, das der Geschichte nochmal etwas Besonderes verliehen hat.
Ich muss sagen, auch wenn die Welt absolut neu ist und die Begriffe doch sehr fremd, hatte ich durch die Begriffserklärung am Anfang, keinerlei Probleme der Handlung zu folgen und war innerhalb kürzester Zeit voll dabei. Bedingt natürlich auch durch Lauras grandiosen fesselnden Schreibstil, an dem ich wie immer nichts auszusetzen habe und dem ich einfach erliege. Die Geschichte selbst ist soooo toll, so düster, so brutal und gleichzeitig so zart, dass ich absolut begeistert war. Es gibt einige ruhigere Momente, in denen die Charaktere voll auf einen wirken können und man das gesamte Ausmaß des Weltenaufbaus versteht bevor man in die nächste Actionszene geworfen wird. Für mich war alles perfekt aufeinander abgestimmt, auch wenn ich einige Stellen gerne etwas ausführlicher gehabt hätte. Bis zum Ende bin ich selbst wirklich nicht auf das Geheimnis im Buch gekommen. Und als ich anfing mich über einen Charakter zu wundern, war es mittlerweile so spät, dass es aufgelöst wurde. (Und ich hatte eher in die andere Richtung dabei gedacht). Laura hat mich also wieder perfekt ausgetrickst. Sowas liebe ich ja.

Mein Fazit:

„Ewigkeitsgefüge“ von Laura Labas besticht für mich durch seine düstere Atmosphäre, die stetig spürende Beklemmung und seine sympathischen Antihelden. Für mich war das Buch ein fesselnder Pageturner, der mich absolut begeistern konnte, gerade weil er aus ihren früheren Werken heraussticht. Ich kann euch das Buch wirklich sehr empfehlen, wenn euch düstere und etwas blutige Geschichten nichts ausmachen und vergebe 5 von 5 Sternen.

 

 

Weitere Meinungen:

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Jane´s kleine Ecke

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0 Gedanken zu „[Rezension] “Ewigkeitsgefüge” von Laura Labas

  1. Hey :)
    Freut mich, dass dir das Buch so gut gefallen hat! Ich habe es auch gelesen, war aber leider nicht so begeistert, weil ich mir etwas anderes für die Geschichte erhofft hatte.
    Dennoch möchte ich gerne weitere Bücher der Autorin lesen, da mir der allgemeine Stil doch sehr zusagt!
    Liebe Grüße :)

    1. Huhu, ich kenne schon fast alle anderen bis auf ihre Indie Reihe, vielleicht hat es mir deshalb so gut gefallen, weil es sich nochmals abhebt. Wünsche dir auf jeden Fall viel Spaß bei den anderen Bücher,
      Liebe Grüße, Kerstin

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