[Rezension] “Die Stunde des Assassinen” von R.J. Barker

[Rezension] “Die Stunde des Assassinen” von R.J. Barker

Heute habe ich ein Buch für euch, bei dem ich sagen kann, zum Glück ist es vorbei. Ich mochte zwar den Prota der Geschichte, aber ich hatte noch nie so wenig Interesse daran, die Geschichte selbst zu erfahren, wie bei diesem Buch. Was mich so an diesem Buch störte, zeige ich euch jetzt auf.

 

Die Stunde des Assassinen

Von R.J. Barker

Inhalt:

Girton Klumpfuß ist kurz davor, einer der besten Auftragsmörder des Landes zu werden, schließlich geht er bei Meister Karn in die Lehre, einer lebenden Legende im Geschäft mit dem Tod. Eines Nachts werden Girton und sein Meister jedoch an den Königshof gerufen: Innerhalb der dicken Steinmauern von Burg Maniyadoc wispert man hinter vorgehaltener Hand von einem geplanten Attentat auf den Kronprinzen. Getreu dem Motto “Um einen Mörder zu fangen, musst du einen Mörder schicken” heuert die Königin die beiden Assassinen an, um das Attentat zu verhindern. Weder Girton noch Meister Karn ahnen, dass der Anschlag auf den Prinzen erst der Beginn einer Reihe von Verschwörungen und Intrigen ist, die das gesamte Königreich in einen grauenhaften Krieg stürzen könnten, der auch vor loyalen Assassinen nicht haltmacht …

Bild- und Textquelle: Randomhouse


Eckdaten:

 

Erschienen: 09. Januar 2018

Verlag: Heyne Verlag/ Randomhouse

(Vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar)

Seiten: 464

Preis: Klappenbroschur 14,99€, EBook 11,99€

ISBN: 978-3-453-31882-3

Weitere Informationen zum Buch:

Direkt bei Randomhouse

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Meine Meinung:

 

Meine Meinung zu „Die Stunde des Assassinen“ zu verfassen, ist dieses Mal wirklich schwer, denn ich habe nicht wirklich eine. Ich habe das Buch beendet und ich bin froh, dass es vorbei ist, denn auch wenn ich das Buch schnell gelesen hatte, habe ich noch nie so viel Desinteresse an einer Geschichte gezeigt wie an dieser. Ich hatte mich so auf eine Geschichte über einen Assassinen mit Handicap gefreut, aber doch bekam ich etwas anderes. Die letzten 100 Seiten habe ich auch nur noch überblättert, dass es vorbei ist. Zwischendurch habe ich es wirklich gerne gelesen, weil ich den Schreibstil mag und vor allem auch Girton, aber mich interessierte es einfach nicht, was ich da las.

Wir erleben die Geschichte des 15jährigen Girton, der von seinem Meister zum besten Assassinen ausgebildet wird. Wie Girton aus seinem Sklavendasein gerettet wurde und wie er ausgebildet wurde, erleben wir in kurzen Zwischenspielen. Hier erfahren wir auch, dass Girton in einer Welt, in der Magie geächtet wird, als etwas Besonderes aufwächst. Damit ist die Assassinengeschichte auch schon großteils abgeschlossen, denn in diesem Buch erleben wir eine andere: Girton und sein Meister werden an den Hof der Königin berufen um einen Attentäter zu finden, der es auf ihren Sohn, den Thronanwärter abgesehen hat. Girton schlüpft hierbei in die Rolle des einfältigen Bauernjungen, der keine Ahnung von Kampfkunst und Waffen hat und am Knappentraining teilnimmt um sich unter das Volk zu mischen. So erleben wir also Girtons Alltag am Hof, während er immer wieder kurz von seinem Meister zu kleinen Beschattungsaufträgen abgerufen wird. Für mich fehlte einfach lediglich Spannung in diesem Buch, auch wenn Girton immer wieder in Hinterhälte geriet, aber auch diese konnten mich nicht mitreißen, denn er ist nunmal kein einfacher Bauernjunge oder bekommt in letzter Sekunde Hilfe von seinem Meister. Eigentlich erleben wir in diesem Buch eine Verstrickung von Intrigen, Lügen und Hass, aber in so einem Umfang, dass ich es nicht genießen konnte. Denn wenn man dem Meister glauben darf, trachtet der gesamte Königshof nach dem Leben des Thronfolgers, es war einfach sehr ermüdend immer wieder neue Verstrickungen zu lesen. Und dann war da auch noch die Sache mit der Magie und den Zauberern, alles etwas komplex beschrieben.

Schon der Einstieg in das Buch fiel mir schwer, denn es kamen unzählige neue Charaktere vor, die alle immer nur kurz beleuchtet wurden und ihre möglichen Motive aufgezeigt wurden. Ich hatte wirklich die gesamte Geschichte über Probleme mit den Namen und musste immer kurz nachdenken, wer das jetzt wieder war und in welcher Beziehung er zu wem stand. Ich verlor schnell das Interesse, obwohl das Buch an sich schnell und leicht zu lesen ist. Aber mich packte einfach nichts, was erzählt wurde und ich vergaß schnell wieder, was da eigentlich gerade passiert war.

Allerdings muss ich sagen, dass der Schreibstil toll war, wenn auch emotionslos. Er war genial düster, roh und blutig, aber für mich auch leider spannungslos. Ich denke, man muss diese Art von Buch und Erzählweise wirklich mögen um es genießen zu können. Ich konnte damit leider nichts anfangen, auch wenn mir Girton selbst sympathisch war. Er brachte nochmal etwas Witz in die ansonsten recht trockene Geschichte. Ich denke, mir war es einfach von allem zu viel und zu wenig Emotion, so dass ich einfach nur froh bin, dass das Buch beendet ist. Zu Band 2 werde ich auf keinen Fall mehr greifen.

 

Mein Fazit:

 

Unter „Die Stunde des Assassinen“ hatte ich mir eine spannende und düstere Geschichte um einen jungen Assassinen mit Handicap gewünscht, was ich allerdings nur am Rand bekam. Ich fand mich in einer Geschichte aus Lügen, Intrigen, Magie und Hass wieder und das in einem Ausmaß, das es mir nur schwer ermöglichte, allen Stricken zu folgen. Ich verlor durch die emotionslose Erzählweise das Interesse am Buch und war einfach nur froh, als es beendet war. Diese Art High Fantasy muss man wirklich mögen um es genießen zu können, mir war es leider von allem zu viel und zu wenig Emotion und Spannung, weshalb ich nur 2 von 5 Sternen vergebe.

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