[Rezension] “Elfenspiel – Enchated 1” von Jess A. Loup

[Rezension] “Elfenspiel – Enchated 1” von Jess A. Loup

Da ich mittlerweile mit Elfen einfach alles verschlinge, musste ich natürlich auch diesen Juwel lesen, allerdings habe ich doch etwas mehr erwartet und war zwischendurch nicht wirklich begeistert. Was mich störte, zeige ich euch jetzt auf.

Elfenspiel – Enchanted 1

von Jess A. Loup

img_7589Inhalt:

Der atemberaubende Auftakt einer magisch-romantischen High-Fantasy-Trilogie
**Finde den Elfenprinzen und werde zur Königin…**

Mit der Volljährigkeit des Kronprinzen Tyric beginnt die sich in jeder Elfengeneration wiederholende Hatz auf den Thronfolger. Teilnehmen können nur die dreißig edelsten und fähigsten jungen Ladys der Sidhe. Wer den Prinzen zuerst findet und besiegt, wird zur zukünftigen Königin. Doch dieses Mal ist etwas anders: Eine gefährliche Magie durchdringt das Reich der Elfen und zwingt den jungen Tyric inmitten der Hatz zur Flucht… Währenddessen wird auch im Nachbarland der Menschen die Angst vor einer unbestimmten Magie geschürt. Laut einer Prophezeiung soll am Königshof eine mächtige Magierin zum Leben erwachen – und alle Zeichen weisen auf die verarmte Fürstentochter Faye… Zwei Schicksale, deren Aufeinandertreffen die Welt verändern wird.
Bild- und Textquelle: Carlsen Dark Diamonds


 

Eckdaten:

Erschienen: 21. Dezember 2017
Verlag: Dark Diamonds
(Vielen Dank für das Rezensionsexemplar)
Seiten: 390
Preis: EBook 4,99€
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-646-30085-7
Weitere Informationen zum Buch:
Direkt bei Carlsen
Bei Amazon.de


 

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Meine Meinung:

 

Schon als ich dieses atemberaubende Cover und den Titel in der Vorschau gesehen habe, war mir klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Der Klappentext ist auch so vielversprechend und verheißt eine rasante Treibjagd mit viel dunkler Magie. Nur war dem leider nicht so, zumindest nicht wie ich erwartet hatte. Für mich plätscherte die Handlung teilweise einfach so dahin, mir fehlte Spannung, mir fehlte Gefühl und doch war ich von der Grundidee absolut begeistert. Dazu erzähle ich euch aber gleich mehr.
Zunächst einmal zum Schreibstil: den fand ich einfach traumhaft, schön düster und angenehm zu lesen. Er war sehr erzählend, detailreich und auch etwas nüchtern, was mir zwischendurch doch etwas zu schaffen machte und für mich so kaum Gefühl ankam.
Die Geschichte selbst, ich kann nur sagen, lasst euch von dem Klappentext nicht in die Irre führen, uns erwartet keine Hetzjagd auf den Elfenprinz, zumindest keine aktive. Und ich bin so so zwiegespalten. Eigentlich mag ich die Idee, die erschaffene Welt und die Charaktere, aber die Umsetzung war mir teilweise zu träge und zäh, so dass ich zwischendurch den Spaß am Buch verlor. Ich denke, das muss man mögen oder eben nicht. Denn etwa 70 Prozent der Geschichte spielen an derselben Örtlichkeit, einer einsamen Hütte im Wald, in die sich sowohl Tyric als auch Faye durch unterschiedliche Gründe geflüchtet haben. Hier lernen sie sich kennen und wir erfahren sowohl alles über die Bräuche, Sitten und Informationen über die Hatz der Elfen des Lichten und Dunklen Volks durch Erzählungen von Tyric als auch Fayes Vergangenheit, Bestimmung und Prophezeiung durch ihre Erzählungen.
Diese Umsetzung war mir persönlich zu trocken und zäh und vor allem viel zu detailreich. So verlor ich teilweise den Bezug zum Buch und wartete eigentlich nur auf den großen Knall. Der kam auch, allerdings erst im allerletzten Kapitel. Bis dahin plätschert die Geschichte für mich vor sich hin, auch wenn die mir zu ausgeschmückten Informationen wirklich genial sind. In Zwischenkapiteln erfahren wir auch noch andere Sichten, welche Intrigen am Fürstenhof geschmiedet werden und wie sich die Hatz auf Tyric entwickelt. Wenn es nicht ganz so detailreich an nebensächlichen Informationen, wie zum Beispiel seitenlangem Erklären vom einfachen Leben und Überleben in der Wildnis, wäre, wäre ich sicher auch ein Ticken begeisterter. Aber im Grunde bin ich von der Idee begeistert und war anfangs auch richtig gefesselt, etwa im Mittelteil war es mir dann zu ausschweifend.
Die eingearbeitete Liebesgeschichte kam leider nicht so intensiv bei mir an. Hier fehlt mir durch die nüchterne Erzählweise etwas das Gefühl. Zwar sind die Neckereien der beiden sehr nett zu lesen und die Entwicklung wirklich nachvollziehbar und nicht zu aufdringlich. Aber wie es zu dieser plötzlichen Anziehung kam, fehlt mir einfach. Im späteren Verlauf, wenn wir Tyric und Faye besser kennenlernen, ist das zwar alles nachvollziehbar, aber mir persönlich doch etwas zu wenig.
Alles in allem war ich mir sicher, dass ich den zweiten Teil nicht lesen werde, da er mir einfach zu überschmückt und detailreich war und ich so das Interesse an der Haupthandlung verlor, die noch nicht richtig stattfand. Allerdings wurde mir beim Lesen auch klar, dass dieser Teil lediglich dazu dient, um Teil 2 vollkommen zu verstehen, denn da wird es mal richtig abgehen, hoffe ich zumindest, aber derartige „Einleitungsbücher“ nehmen mir meist die Lust die Reihe weiter zu verfolgen. Allerdings habe ich ja schon erwähnt, dass der Knall kam und wie der kam. In Bezug auf den Rest des Buches für mich viel zu spät, viel zu schnell und viel zu kurz, aber absolut wahnsinnig genial. Und allein mit dem letzten Satz des Epilogs hat die Autorin es geschafft, dass sie meine volle Aufmerksamkeit zurückbekommen hat und ich Band 2 lesen werde. Denn alles deutet auf die fulminante epische Geschichte hin, die ich jetzt schon ansatzweise erwartet habe.

 

Mein Fazit:

„Elfenspiel – Enchated 1“ ist für mich ein sehr ausgeschmücktes und detailreiches Kennenlernen der Welt, Hintergründe und Charaktere, die wohl im weiteren Verlauf der Trilogie an Bedeutung gewinnen und für das Grundwissen absolut nötig sind. Von der Idee bin ich durchaus begeistert, aber die langsame und erklärende Erzählweise in diesem Auftakt ließen sie für mich teilweise zäh erscheinen. Allerdings weist das Ende auf einen phänomenalen zweiten Teil hin, weshalb ich die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen werde, auch wenn ich jetzt nur mäßig begeistert war und 3 von 5 Sternen vergebe. Aber da diese Umsetzung reine Geschmacksache ist, müsst ihr selbst entscheiden, ob ihr Tyric und Faye begleiten wollt.

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