[Rezension] Snow – Die Prophezeiung von Feuer und Eis von Danielle Paige

[Rezension] Snow – Die Prophezeiung von Feuer und Eis von Danielle Paige

|Werbung| “Snow” wurde mir von Thienemann-Esslinger als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen lieben Dank dafür. Bei diesem Buch saß ich wirklich lange da und habe überlegt, wie ich doch noch etwas positives finden kann, um das Buch sachlich zu bewerten, denn eigentlich würde ich am Liebsten gar keine Rezension schreiben, ich bin nur über das Buch geschockt, aber lest selbst:

 

Snow – Die Prophezeiung von Feuer und Eis

von Danielle Paige

 

Inhalt:

„Die drei mächtigsten Hexen des Landes erhielten zu deiner Geburt eine Prophezeiung, Snow. Vergiss nicht, dass beide Elternteile dir Magie vererbt haben. Diese Magie lebt in dir, eine starke Magie, wahrscheinlich sogar die stärkste, die es in Algid jemals gegeben hat.“

Algid, ein Reich aus Eis und Schnee, ist Snows wahres Zuhause. Hier soll sie ihre eigentliche Bestimmung annehmen und das Land aus den frostigen Ketten König Lazars befreien. Snow, jahrelang in der Menschenwelt festgehalten, fällt es schwer, ihren Auftrag und ihre magischen Fähigkeiten zu akzeptieren. Durch Jagger und Kai, die sich beide um sie bemühen, erfährt sie die Geheimnisse von Algid und seinen Bewohnern. Doch Snows Herz gehört eigentlich schon Bale – dem sie ihre Flucht verdankt und den sie jetzt verzweifelt sucht …

Für alle, die von Romantasy mehr erwarten.

Bild- und Textquelle: Thienemann Esslinger Verlag


 

Eckdaten:

 

Erschienen: 19. September 2017

Verlag: Thienemann Esslinger Verlag

Seiten: 400

Preis: Hardcover 17,99€, EBook 14,99€

ISBN: 978-3-522-20237-4

Mehr Informationen hier: Direkt beim Verlag oder bei Amazon.de


Meine Meinung:

 

Als ich dieses Cover entdeckt habe und dazu dieser vielversprechende Klappentext, stand für mich fest, ich muss es lesen. Außerdem ist es eine Märchenadaption, dazu kann ich ja nie nein sagen und es verspricht große Gefühle durch den Werbeslogan „Für alle, die von Romantasy mehr erwarten“. Während ich darauf wartete, dass das Buch bei mir eintrifft, habe ich mir bereits die ersten Meinungen zum Buch durchgelesen und war geschockt, denn diese waren durchgängig eher negativ. Aber das hielt mich ja nicht davon ab, ich wurde nur noch neugieriger und wollte mir unbedingt meine eigene Meinung bilden.

Ich mache es kurz: Ich Nachhinein denke ich mir, ich hätte besser auf die Masse gehört und meine Zeit nicht mit diesem Buch verschwendet. Von mir bekommt ihr auf keinen Fall eine Leseempfehlung, denn „Snow“ ist für mich einfach der Flop des Jahres.

Dabei fing alles so gut an: Vom Schreibstil war ich sofort begeistert. Er ist so schön düster, geheimnisvoll und nüchtern, so dass diese Düsternis noch unterstützt wird und doch auch malerisch märchenhaft. Die Geschichte beginnt anders als erwartet, nämlich in einer geschlossenen Psychiatrie, aber noch war ich sehr gespannt und als es endlich nach Algid ging, war ich begeistert. Zumindest von diesem traumhaften Setting, denn das ist wirklich einfach zauberhaft und ich konnte es mir bildlich vorstellen.

Leider ist das auch schon alles, was ich zu diesem Buch Positives sagen kann.

Zunächst muss ich sagen, dass ich wohl das komplett falsche von Romantasy erwarte, wenn es nach dem Marketing zum Buch geht, denn ich erwarte große Gefühle und da hier alles getoppt werden sollte, habe ich richtig große Gefühle erwartet. Soll ich euch sagen, was ich bekommen habe: NICHTS! Es kam überhaupt nichts an, nicht eine Gefühlsregung, ich las das Buch einfach nur so vor mich hin, es passierte rein gar nichts bei mir und das hat das Lesevergnügen schonmal stark eingeschränkt. Ich sollte wohl anmerken, dass die große Antriebskraft, die alle Handlungen von Snow bestimmt, die Liebe ist….die einzig wahre Liebe. Das ist hier anscheinend auch Auslegungssache. Nicht nur, dass ich sie nicht spüre, auch Snows Handlungen sind absolut widersprüchlich zu ihrer wahren Liebe, denn Achtung! Wir erleben hier ein wirklich neues Level. Wenn euch Dreiecksbeziehungen bereits nerven, hier wird es getoppt: Willkommen in der Vierecksbeziehung. Ich war kurz davor, dieses Buch an die Wand zu schleudern. Ich verstand es nicht, ich verstehe es immer noch nicht. Angeblich basiert hier die komplette Geschichte auf der EINZIG wahren Liebe von Snow, allerdings knutscht sie sich quer durch die männlichen Nebencharaktere…sowas unrealistisches habe ich noch nicht gelesen. Wie sollen da Gefühle ankommen? Wie soll man Snow ernst nehmen?  Wie soll man ihre Beweggründe verstehen?

Und Snow selbst macht es sich selbst nicht leicht, also eigentlich uns, sie zu mögen. Denn ich habe noch keinen unsympathischeren Charakter gefunden als sie. Da bevorzuge ich sogar Dolores Umbridge. Sie ist so egoistisch und eigensinnig, ihr ist alles egal, angeblich kämpft sie für die Liebe, lässt aber alle im Stich. Ihre kompletten Handlungen widersprechen ihren Gedanken. Ich habe sie nicht mal gehasst, Snow war mir einfach nach einiger Zeit egal und ich hätte das Buch einfach abbrechen sollen. Auch die anderen Charaktere konnten nicht glänzen. Alle waren für mich zu flach ohne Tiefe, ich wurde wieder nur zum außenstehenden Leser und konnte die Geschichte nicht erleben.

Wobei es die Geschichte meiner Meinung auch nicht wert ist. Für mich macht die Geschichte einfach keinen Sinn. Snow begibt sich nach Algid um ihre Magie zu erlernen, hierzu schließt sie sich einfach mal jedem an, dem sie über den Weg läuft und verlässt sie dann wieder obwohl sie mehrfach um Hilfe gebeten wird. Sie ist die Retterin des Volkes. Das arme Volk! Denn Snow denkt nur an sich und ihre Liebe, die sie retten will. Am Ende kommt das erste Mal wirklich etwas Spannung auf, aber ich  war weg vom Buch und es war mir einfach zu viel, was hier eingebaut wurde. Hat man sich 350 Seiten in einer seichten langweiligen Geschichte befunden, bekommt man in 50 Seiten so viel um die Ohren gehauen, dass man einfach nicht mehr mitkommt. Nein, dieses Buch und ich werden niemals Freunde und ich erkläre es zu meinem Flop des Jahres an gelesenen Büchern. Denn das muss man dem Buch lassen, auf Grund des tollen Schreibstils habe ich es wirklich beendet anstatt es abzubrechen.

Eins weiß ich allerdings sicher: ich werde keine weiteren Bänder lesen!

 

Mein Fazit:

Mit „Snow – Die Prophezeiung von Feuer und Eis“ ist Danielle Paige ein Reihenauftakt gelungen, der mir den Spaß am Lesen nahm. Flache Charaktere, widersprüchliche Handlungen, langatmige Geschichte und keine Emotionen. Einzig das Setting ist absolut traumhaft und der Schreibstil passend märchenhaft.

Für mich mein Flop 2017!

Einzig gutheißen muss ich, dass ich das Buch wirklich beendet und nicht abgebrochen habe, aber das lag am Schreibstil und nicht an der Geschichte und alleine deswegen vergebe ich 2 von 5 Sternen.

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12 Gedanken zu „[Rezension] Snow – Die Prophezeiung von Feuer und Eis von Danielle Paige

  1. Das Buch hatte ich auf der FBM in der Hand und war aufgrund des Klappentextes nah dran, es zu kaufen. Ich glaube, ich überleg es mir nochmal. Vierecksbeziehungen sind so überhaupt net mein Ding. Danke für diese ehrliche Rezension! :)
    Liebe Grüße Kerstin

  2. Wenn ich den Titel lese, hab ich den Eindruck, dass die durch den Erfolg von GoT einfach einen Titel nehmen wollten der an das Lied von Eis und Feuer erinnert und den Eindruck erweckt, es könnte sich um ein Buch dieser Reihe handeln.

  3. Juhu,
    also ich kann mich dir da nur anschließen. Ich bin auch ziemlich enttäuscht von dem Buch und ich bin so stolz, dass ich es nicht einfach abgebrochen und in die Ecke gepfeffert habe. Meine Rezi kommt im Laufe der nächsten Woche.

    LG Kathi

  4. Ich habe es dich bei 60% abgebrochen. Denn selbst der Schreibstil war für mich eine Katastrophe! Manchmal hatte ich das Gefühl, selbst der Übersetzer hatte keine Ahnung, was er da schreibt…
    Danke für Deine Meinung und ehrliche Rezension. Da ist es abgebrochen habe, bekommt es bei mir nur 1 Stern.

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