[Rezension] “Almost a fairytale – Verwunschen” von Mara Lang

[Rezension] “Almost a fairytale – Verwunschen” von Mara Lang

|Werbung| “Almost a fairytale” wurde mir vom Ueberreuter Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen lieben Dank dafür. Schon als ich das Cover entdeckt hatte, wusste ich, dass ich dieses Buch lesen werde, denn zu Märchenadaptionen kann ich nie Nein sagen. Doch leider bekam ich etwas komplett anderes als ich erwartet habe und es trifft nicht meinen Geschmack.

 

Almost a fairytale – Verwunschen

von Mara Lang

 

Inhalt:

Es war einmal …

Aeromobile, Sicherheitsdrohnen und »Tischlein Deck Dich«-Fastfoodketten:

Die junge Magische Natalie lebt in einer modernen Märchenwelt, die nach höchstem technischen Standard funktioniert. Und auch wenn es Schlösser, Einhörner, Riesen – und Prinzen – gibt, ist alles Magische festen Regeln unterworfen.

Als Natalie ihr Herz an Prinz Kilian verliert und ihm in einer brenzligen Situation helfen will, benutzt sie verbotenerweise Magie. Damit bringt sie einen Stein ins Rollen, der nicht nur ihr Leben aus den Fugen geraten, sondern auch die Gesellschaft in ihren Grundfesten erschüttern lässt …

Bild- und Textquelle: Ueberreuter Verlag


 

Eckdaten:

Erschienen: 15. September 2017

Verlag: Ueberreuter Verlag

Seiten: 400

Preis: Hardcover 17,95€, EBook 14,99€

ISBN: 978-3-7641-7068-4

Mehr Informationen hier: Direkt beim Verlag oder bei Amazon.de


 

Meine Meinung:

 

Puh, ich muss irgendwie erstmal alles setzen lassen, was ich da gelesen habe. Eigentlich habe ich ja eine wunderschöne und auch etwas kitschige Märchenadaption erwartet mit viel Witz…was ich bekommen habe, war allerdings etwas komplett anderes. Und leider hat es mich auch nicht wirklich überzeugen können, da es einfach nicht meinen Geschmack traf.

Doch fangen wir doch einmal von vorne an. Angezogen hat mich natürlich dieses wunderschöne Cover und der Klappentext, der mir eben das verspricht, was ich erhofft habe. Und doch wurde ich etwas getäuscht. Natürlich habe ich alles bekommen, was dort steht, allerdings habe ich in der Form nicht damit gerechnet. Aber dazu komme ich gleich.

Dies war tatsächlich mein erstes Buch von Mara Lang, ich muss da jetzt wohl dringend etwas nachholen, denn ihr Schreibstil hat mir sehr gefallen. Ich tat mir zwar am Anfang etwas schwer und kam auch irgendwie nie richtig in die Geschichte rein, aber das lag eher an der Geschichte selbst und der Erzählweise. Wir bekommen in der dritten Person die Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt was ich normalerweise sehr mag, denn so erhält man doch Einblicke in alle wichtigen Charaktere, aber hier gelang mir das nicht. Die Perspektiven waren für mich teils sehr sprunghaft und auch fehlte mir die Tiefe darin, so dass ich die Charaktere zwar einschätzen konnte, allerdings gingen sie mir nicht nahe. Dadurch ging natürlich auch einiges verloren, denn mir war es schlichtweg egal, wenn mal wieder einer starb oder ein schlimmes Unheil erlebte. Und das haben wir hier einige.

Denn eigentlich muss ich sagen, dass „Almost a fairytale“ für mich kein Jugendbuch ab 14 mehr ist. Dazu ist es generell zu düster, zu brutal, zu hetzerisch, zu politisch. Ihr fragt euch jetzt sicher: waaaaaas? Das ist doch ein Märchen. Ja, aber Natalie lebt in einer Welt, in der Magische unterdrückt werden von den Menschen. Sie hat das Glück eine A-Magische zu sein, sprich ein Mensch, der zwar Magie besitzt, diese aber nicht wirkt und dem somit alle Privilegien offen stehen wie Schulbildung, ärztliche Versorgung. Wer in eine der unteren Kategorien eingestuft ist, hat teilweise nicht mal die Möglichkeit auf ein besseres Leben. Genau deswegen rebellieren die Magischen gegen die Menschen. Wir befinden uns im Krieg. Und langsam erfährt es die Welt, denn immer wieder passieren Unglücke, die die Menschenwelt bedrohen und die durch Magische anscheinend ausgelöst werden…zum Beispiel: die Riesen brechen aus dem Zoo aus und zerstören die Innenstädte…und mittendrin Natalie, die bisher ein beschauliches Leben geführt hat. Sie kämpft für die Gleichberechtigung von Magischen und Menschen, ist sie als Magische doch in einen Menschen verliebt. Eines Tages will sie ein Unheil abwenden und wirkt Magie. Doch damit verstößt sie nicht nur gegen das Gesetz, sie stürzt ihr Leben in ein Chaos und die Welt gleich mit und befindet sich mitten im Machtkampf zwischen Gut und Böse. Doch kann man in diesen Zeiten überhaupt noch zwischen Gut und Böse unterscheiden? Wir werden des Öfteren hinter´s Licht geführt und ich war teilweise doch auch überrascht, wer wirklich auf welcher Seite steht und mit welchen Intrigen, Korruptionen und Lügen gearbeitet wird.

Alles wird gespickt mit magischen Märchenelementen, so gibt es die Fastfoodkette „Tischlein deck dich“, Wetterwünsche kann man bei dem Dienst „Frau Holle“ einreichen oder die gestiefelten Kater sind eine geheime Untergrundorganisation. Das sind wieder Elemente, die ich sehr mochte.

Die Geschichte ist auch sehr actionreich und ich stehe auf Action, aber das hier war mir fast zu viel. Andauernd passiert etwas und ich fragte mich teilweise, wie es denn zu dieser Situation jetzt schon wieder gekommen ist. Und trotz der ganzen Action fehlte mir die Spannung, weil mich die Geschichte einfach nicht packen konnte.

Die Charaktere sind mir alle zu weit entfernt, ich konnte sie nicht wirklich greifen. Man bekommt durch die vielen Perspektiven zwar Einblicke in das handeln jedes Einzelnen, aber das war mir zu wenig. Ich konnte so einiges nicht nachvollziehen und vor allem konnte ich nicht mitfiebern, bei mir kam einfach kein Gefühl an…da war immer nur mein Unglaube, was ich denn da gerade lese. Außerdem machte es mir Natalie auch nicht gerade einfach, von ihr hätte ich irgendwie mehr Stärke erwartet, aber sie ist mir einfach zu weinerlich und trotzig. Allein der Schreibstil war schuld daran, dass ich das Buch beendet habe, denn dieser ist wirklich einfach toll.

 

Mein Fazit:

 

„Almost a faiytale“ ist anders, ganz anders als erwartet und es konnte mich bis zum Schluss auch nicht überzeugen, weswegen ich auch Teil 2 nicht lesen werde. Für mich ist die Geschichte einfach zu politisch, zu actionreich, zu rasant und in allem doch zu flach, als dass ich richtig hätte darin versinken können. Eigentlich ist es eher ein Politthriller gemischt mit Fantasy- und Märchenelementen. Eine Mischung, die mir leider gar nicht zugesagt hat und die ich nur auf Grund des traumhaften Schreibstils beendet habe. Ich vergebe 2 von 5 Sternen.

Loading Likes...

12 Gedanken zu „[Rezension] “Almost a fairytale – Verwunschen” von Mara Lang

  1. Oh jeeee! Na, da hoffe ich Mal das es mich mehr packt, düster finde ich ja nicht schlimm, aber…., Na da muss ich jetzt durch!!!
    Hab einen schönen Tag 😘😘

  2. Hmm, also von der Geschichte her finde ich, dass es wirklich interessant klingt. Ich finde moderne Märchen eigentlich ziemlich cool, da man irgendwie immer soviel aus der Kindheit wiedererkennt😂… Aber genau wie finde ich es nicht so gut wenn es zu viele Perspektiven gibt. Das wird dann immer sehr schnell sehr unübersichtlich und man lernt die Charaktere garnicht richtig kennen…🤔
    Alles Liebe
    Rosa❤

  3. Oh oh, na da habe ich mir ja was angelacht. Schon die zweite Rezi, bei der das Buch nicht gut abschneidet von für mich relevanten Meinungen. :/
    Ich glaube, das subbt bei mir noch eine ganze Weile… ^^

    Liebst, Rika
    :*

  4. Hallo,
    ich finde auch das Cover sehr überzeugend, bin nun allerdings schon auf viele Meinungen gestoßen, die Deine Kritikpunkte auch hervorheben. Ich bin sehr gespannt, aber ich glaube, ich werde es erst einmal hinten anstellen.
    Tolle Rezension! Ich finde, gerade wie Du die Kritik verpackst sehr angenehm und persönlich.
    Ganz liebe Grüße,
    Krisi

  5. Liebe Kerstin,
    Märchenadaptionen mag ich eigentlich auch sehr, schade, dass dir das Buch nicht gefallen hat… Dann lasse ich auch mal lieber die Finger davon. ;)
    Dein Blog ist wirklich sehr schön, da bleibe ich gleich mal als Leser da.
    Wenn du möchtest, schau doch mal bei mir vorbei, da läuft aktuell ein Gewinnspiel. :)
    Liebste Grüße,
    Miriam
    http://poesiegeklecker.blogspot.de/

  6. Ich liebäugle wirklich schon länger mit diesem Buch und die Story hört sich auch wirklich super interessant an. Aber die Tatsache, dass die Protagonisten nicht greifbar sind schreckt mich jetzt etwas ab 🙈 solche Bücher finde ich immer sehr schwer zu lesen . Danke für diese ausführliche Rezension ❤

    LG Lotti 💖

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.